Die Last der Begegnung
kommt morgen auf mich zu
mit ausgesuchten Bedingungen
unerbeten aber unerbittlich
bin ich die Auswahl,
die Schleppe im Unterfangen
thau - 13. Okt, 18:36
schwärzlich halten Fässer das Gestade
hier ist der Eingang
da muß ich hinein
ein Dunst von Wein und Most
ich krauch hinein
es ist nicht gar zu eng
kaum was zu sehn
rundum wie innen
rinnt von oben Wasser ein
nehm ich die Bürste taste
schrubbe an gefurchten Dauben
den angesetzten Dumpf, der rinnt hinaus
zum Kellerboden
"ja gut, es reicht! komm raus"
und reicht mir einen guten Apfel von der Hürde.
Die Eisenreifen um die runden Leiber
halten bald wieder
trügerische Ruhe
wenn sie den neuen Saft
im emsig klaren Geist bewahren
jahresumfanglang
die Heiterkeit so trügerisch
so wie die Traurigkeit
thau - 11. Okt, 20:50
Als Kind war das Geschehen real
beim Spielen im Sand
wie das Wasser verschwand
doch in jüngeren Jahren später
träumten mich zwei Lemuren im Wald
und auf Straßen und langen Wegen
die Häuser still
die Unterkunft Stall
jetzt blühen manchmal die Gärten
so wohl - als auch
und zuweilen erinnern sich Pferde,
in langen Alleen die Nacht
und in Stundenbogen der Tag
thau - 9. Okt, 04:17
Die Denklast
der Schmuck
dein gußeiserner Helm -
dein Attribut ist
in Wirklichkeit ohne Gewicht?
oh, Dolorosa,
du weinst absehbar -

thau - 8. Okt, 17:58
wenn die Farbe sich der Zahl bemächtigt, holt sich die Zahl die Farbe zum Schein,
aber geschenkt ist sie unvergeßlich.
thau - 4. Okt, 00:53
wir messen uns am
Jahreszeitenübergang
vom Sommer zum Herbst
als ob im Zweifel
die Welt den Schleier zwischen
die Liebe legte
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weil scilla im df sagt:
als ob = Kind als Kindchenschema
ethisch: so soll es sein
gemessenes Dasein = empirisches Dasein
moralisch: so ist es halt
thau - 28. Sep, 16:16
Wohlwollene Decke -
wie verschwunden -
zusammengerollt schau ich in mich hinein
und fällst mir nicht ein
thau - 27. Sep, 14:19